70 Jahre Citroën Typ H – der robuste Transporter

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Mo, 28/08/2017 - 07:45
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Citroën überraschte die Welt vor genau 70 Jahren auf dem Pariser Automobilsalon 1947 mit einem neuen Transporter. Der Typ H feierte seine Weltpremiere. Sein Erfolgsrezept war typisch für die Nachkriegszeit: Einfache Bauart, robuste Technik, Reduktion auf das Wesentliche und seine Vielseitigkeit machten den frontgetriebenen Kleintransporter zu einem riesen Verkaufserfolg. Ob als rollender Verkaufswagen für Bäcker oder Fleischhauer, Wohnmobil oder Feuerwehrfahrzeug – der Kreativität beim Einsatz des Citroën Typ H waren keine Grenzen gesetzt.

Der Citroën Typ H wurde von 1947 bis 1981 produziert, insgesamt wurden 483.308 Exemplare gebaut.



Im Juni 1948 begann der Verkauf des frontgetriebenen Kleintransporters mit der charakteristischen Wellblechkarosserie nach Art des legendären Flugzeugs „Ju 52“. Abhängig von der zulässigen Zuladung wurden verschiedene Typenbezeichnungen (H, HY, HX, HW, HZ und 1600) verwendet.

Zahlreiche Karosseriebauunternehmen, sorgten für eine große Vielfalt an Variationen des Typ H. Die verschiedenen Verlängerungen von Radstand und Überhang hinten erhielten die Bezeichnungen Modification A (40 Zentimeter Überhang) bis Modification F (1,2 Meter Radstandverlängerung und 60 Zentimeter Überhang). Dacherhöhungen von zehn, 20 oder 40 Zentimetern waren möglich. Zudem hatte der Kunde die Option, das Fahrerhausdach zusätzlich zu erhöhen.

Die Drehstabfederung verschaffte dem Citroën Typ H neben der guten Straßenlage auch im unbeladenen Zustand einen hohen Federungskomfort. Der tiefe Einstieg des flachen Laderaums und der u-förmige Versteifungsrahmen ermöglichten dem Team um Ingenieur Pierre Franchiset und Konstrukteur André Lefèbvre eine Vielzahl an Aufbauten: Karosserieverlängerungen, Hochdächer, Pritsche mit Doppelkabine und vieles mehr.

Ab Werk gab es den Lieferwagen mit 4,28 Meter Länge und Fahrgestell mit Fahrerhaus.

Große Verbreitung fanden die Varianten des Citroën Typ H im öffentlichen Dienst, beispielsweise als Fahrzeug der Feuerwehr oder der Post. Das Angebot der Karosseriebauer richtete sich vor allem an mittelständische Betriebe. Zum Einsatz kam der Citroën Typ H hier unter anderem als Planwagen (auch mit Doppelkabine), Autotransporter, Niederflurhubwagen, Verkaufswagen, Bus, Kühlwagen, Wohnmobil, Tiertransporter, Bestattungswagen oder auch als rollendes Labor. Zudem wurde in einigen Varianten die hydropneumatische Federung der Citroën DS an der Hinterachse eingebaut.

Der Citroën Typ H verfügte über Motor und Getriebe des Traction Avant und später der DS – jeweils „rückwärts“ eingebaut, also mit dem Motor vor der Vorderachse – und mit entgegengesetzter Motor-Drehrichtung (Droit). Auch Dieselmotoren von Perkins und Indénoor wurden angeboten.

Bis zum 14. Dezember 1981 wurden insgesamt 483.308 Exemplare des Citroën Typ H in Frankreich (Quai de Javel / Aulnay-Sous-Bois), in Belgien (Forest, 5.343 Fahrzeuge) sowie in den Niederlanden (circa 10.000 Fahrzeuge) gebaut.

 

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Über die Marke Citroën

Citroën ist eine internationale Automobilmarke und steht für Kreativität und Technologie im Dienste des Wohlbefindens. Seit 1919 ist Citroën ein wichtiger Akteur bei der Entwicklung und Erneuerung des Automobils. Die Marke gibt konkrete und optimistische Antworten auf die Herausforderungen jeder Epoche. Heute richten die Citroën Modelle den Fokus auf Design, Komfort und nützliche Technologien, aber auch auf Transparenz und Kundenzufriedenheit, wie die Online-Bewertungsplattform Citroën Advisor zeigt. Citroën – das bedeutet 10.000 Anlaufstellen für Kunden in mehr als 90 Ländern und rund 1,14 Millionen verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2016. Citroën steht aber auch für acht Titel in der Herstellerwertung der Rallye-Weltmeisterschaft und drei Titel in der Herstellerwertung der Tourenwagen-Weltmeisterschaft in den Jahren 2014 bis 2016. Im Jänner 2017 feierte Citroën die Rückkehr in die Rallye-Weltmeisterschaft.

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