45 Jahre Citroën Méhari | Medien Citroën Österreich

45 Jahre Citroën Méhari

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Di, 14/05/2013 - 14:45
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Vor 45 Jahren, am 16. Mai 1968, überraschte Citroën mit der Präsentation des Méhari – einem Fahrzeug, das seiner Zeit weit voraus war. Der Citroën Méhari war mehr als ein Freizeitauto: Er war ein Symbol und Phänomen der Automobilgeschichte.



Mai 1968: Eine wichtige Phase der französischen Geschichte, die von Rebellion, aber auch von Freiheit, Einfallsreichtum und Unbekümmertheit geprägt war – Werte, die der Citroën Méhari verkörpert.

Präsentiert wurde der Citroën Méhari – damals noch unter dem Namen „Dyane 6 Méhari“– am 16. Mai 1968 auf einem Golfplatz in Deauville. Er überraschte unter anderem durch

- sein außergewöhnliches Konzept: Ein unprätentiöses Fahrzeug, das zum Transport von Heuballen oder Surfbrettern diente und auch als Freizeitauto eingesetzt werden konnte und für dessen Reinigung man einfach den Gartenschlauch benutzte. Mit seiner Modularität und Sparsamkeit griff der Citroën Méhari die Philosophie des Citroën 2CV auf, wobei zugleich die modernsten Materialien zum Einsatz kamen.

- seinen Namen: „Méhari ist in Nordafrika und in der Sahara die Bezeichnung für ein Dromedar, ein großes, ausdauerndes und widerstandsfähiges Reittier.“ Kurzum: ein genügsames, ausdauerndes Tier für jedes Terrain, das Menschen oder Waren transportieren kann.

- seine originelle Inszenierung: Um die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Citroën Méhari zu demonstrieren, wurden bei der ersten Vorstellung die Fahrzeuge von 20 Models präsentiert, die in den unterschiedlichsten Kostümen und jeweils passend zur Karosseriefarbe gekleidet waren, von der Bäuerin und dem Feuerwehrmann über den Abenteurer bis hin zur Schwimmerin.

 

Die Idee zum Citroën Méhari hatte der Industrielle Roland de La Popye, Verwaltungsratsvorsitzender der auf Kunststoff spezialisierten „Société d’Application des Brevets, S.E.A.B“. Neu beim Citroën Méhari war die Karosserie aus einfarbigem ABS-Kunststoff (Acrylnitril-Butadien-Styrol). Dieses neue, leichte Material konnte jede Form annehmen und in beliebigen Farben gefärbt werden. Die zweite große Besonderheit des Citroën Méhari waren das Verdeck, das sich bis zum Karosseriegürtel abnehmen ließ, und die Frontscheibe, die auf die Motorhaube heruntergeklappt werden konnte.

Dank seines hohen Chassis und seiner Kunststoffkarosserie bahnte sich der Citroën Méhari überall seinen Weg, wobei das Vorankommen mit der 1979 präsentierten 4x4-Version besonders leicht war. Mit diesem Geländewagen konnten Steigungen von bis zu 60 Prozent bewältigt werden – das Fahrzeug bot damit Freiheiten, die bis heute unerreicht blieben.

Der Citroën Méhari fasziniert. Er blickt auf eine große Karriere sowohl im Kino (ein Beispiel hierfür ist sein Auftritt in Der Gendarm von Saint-Tropez) als auch auf den großen Strecken der Welt zurück (Raid Lüttich – Dakar – Lüttich in 1969, Raid Paris – Kabul – Paris in 1970, Raid Paris – Persepolis – Paris in 1971, medizinisches Begleitfahrzeug der Rallye Dakar in 1980…). Der Citroën Méhari wurde auch ein treuer Begleiter der französischen Armee und der „Gendarmerie nationale“ – er war leicht und konnte jeden Weg passieren.

In seiner 19 Jahre langen Geschichte war der Citroën Méhari nur im Jahr 1983 in zwei Sonderserien erhältlich: als Citroën Méhari Plage in Spanien und als Citroën Méhari Azur in Frankreich, Italien und Portugal – eine weiß-blaue Serie (Türen, Kühlergrill, Verdeck, Umrandung der Scheinwerfer). Weitere, von derselben Philosophie inspirierte Modelle waren die Fahrzeuge Citroën Baby-Brousse, Pony, Dalat oder auch der Citroën FAF.

Zwischen 1968 und 1987 wurden fast 150.000 Exemplare des Citroën Méhari produziert. Bis heute ist er ein Phänomen der Automobilgeschichte.

 

Kontakt:
CITROËN Österreich GmbH
Mag. Christoph STUMMVOLL, MBA
Leitung Public Relations
Tel.: 0676-83 494 300
christoph.stummvoll@mpsa.com

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