80 Jahre Citroën Traction Avant: „Gangster-Limousine“ mit Frontantrieb | Medien Citroën Österreich

80 Jahre Citroën Traction Avant: „Gangster-Limousine“ mit Frontantrieb

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Do, 17/04/2014 - 08:45

Vor genau 80 Jahren – am 18. April 1934 – wurde mit dem 7A das erste Modell der Citroën Traction Avant-Reihe vorgestellt. Die Konstruktion des Fahrzeugs versetzte die Fachwelt gleich in mehrfacher Hinsicht in Erstaunen. Citroën setzte als einer der Vorreiter in Europa erstmalig den Frontantrieb in diesem Modell ein. Der Citroën Traction Avant gilt als erster Mythos der Marke und zählt zu den Wegbereitern des modernen Automobils. Ein Teil der Geschichte des Citroën Traction Avant ist eng mit der Stadt Köln verbunden: So startete vor 80 Jahren die Produktion des Typ „Front“, der deutschen Variante des Citroën Traction Avant, im Werk Köln-Poll.



Von den meisten Wettbewerbern jener Zeit unterschied sich der Citroën Traction Avant durch seine selbsttragende, aerodynamische Ganzstahlkarosserie. Ingenieur André Lefèbvre und Designer Flaminio Bertoni hatten eine wohldurchdachte Form mit einem einteiligen Kabinenaufbau und einer ausgewogenen Gewichtsverteilung entwickelt, die in erster Linie durch den deutlich niedrigeren Schwerpunkt sowie den Einbau des Getriebes vor Motor und Vorderachse erzielt wurde.

Für eine sehr gute Straßenlage und einen hohen Komfort sorgte darüber hinaus der Frontantrieb, der auch zu der Namensgebung „Traction Avant“ führte. Auch die starre Hinterachse, die an zwei Längslenkern mit Torsionsstabfedern geführt wurde, trug wesentlich zu einem hohen Fahrkomfort bei. Nicht weniger Aufsehen erzielten weitere Neuerungen wie beispielsweise die hydraulischen Bremsen, Einzelradaufhängung vorn oder die erstmals 1936 eingebaute Zahnstangenlenkung.

Der „schwebende“ Vierzylinder-Motor verfügte über obenliegende Ventile, die über Kipphebel aus Schleuderguss betätigt wurden, und über nasse, herausnehmbare Zylinderlaufbuchsen. Der 32 PS starke Motor mit einem Hubraum von 1.303 cm3 war mit einem Drei-Gang-Getriebe ausgestattet und hatte einen Verbrauch von 9 l/100 km. Die maximale Geschwindigkeit betrug 95 km/h.

Der 1934 präsentierte erste Typ 7A wurde binnen weniger Monate abgelöst durch die stärker motorisierten Typen 7B und 7C; der Typ 7S („Sport“) wurde zum 11A und 11B weiterentwickelt. Diese wurden später umgangssprachlich als „7CV“ und „11CV“ bekannt, benannt nach ihren französischen Steuerklassen. Alternativ zur klassischen Limousine (als Légère und Normale) entstanden auch Cabriolet, Commerciale, Familiale und Faux Cabriolet (Coupé).

Neben den legendären 8-Zylinder-Prototypen von 1934 („22 CV“), die nie in Serie produziert wurden und deren Verbleib ein Mythos bleibt, wurden die seit 1938 produzierten 15-Six („15 CV“) mit 2,8 l-Reihen-6-Zylinder zum Synonym für komfortables Reisen. Technischer Höhepunkt war 1954 das Modell 15-Six H mit hydropneumatisch gefederter Hinterachse als Vorgänger der legendären DS.

Der niedrige Schwerpunkt, die breite Spur und der lange Radstand waren ideale Voraussetzungen für rasante Kurvenfahrten und Fluchten – die „Gangster-Limousine“ war geboren und zugleich Star in vielen französischen Filmen und Krimis dieser Epoche.

Vom Citroën Traction Avant wurden zwischen 1934 und 1957 insgesamt 759.123 Fahrzeuge produziert.

80 Jahre Typ „Front“ in Köln

Vor 80 Jahren startete zudem die Produktion des Typ „Front“, der deutschen Variante des Citroën Traction Avant, im Werk Köln-Poll. Zwischen 1934 und 1935 wurden 1.031 Einheiten des 7CV sowie 800 Einheiten des 11CV im Kölner Werk am Poller Holzweg hergestellt.

 

Kontakt:
CITROËN Österreich GmbH
Mag. Christoph STUMMVOLL, MBA
Leitung Public Relations
Tel.: 0676-83 494 300
christoph.stummvoll@mpsa.com

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